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Theatrum Mundi - Die Weihnachtsgeschichte
Eigentlich ein unmögliches Unterfangen: Die biblische Weihnachtsgeschichte aus Sicht des einfachen Volkes in der Region Palästina vor über 2010 Jahren darstellen, mit kritischem Blick auf die römischen Besatzer, die den Alltag durch unnötige und strenge Regelungen verkomplizieren. Dazu tauchen Dinge und Vorgänge auf, die zu unserer heutigen Zeit gehören, aber ganz selbstverständlich in die Geschichte integriert sind. Viele humorvolle Kommentare und Tausende Stimmen und
Alltagsgeräusche, alle und alles hervorgebracht von nur nur drei Schauspielern, die gleichzeitig noch eine Unmenge wechselnder Figuren bewegen und die ganze Theatrum Mundi - Maschinerie am Laufen halten, kurzum: Ein Meisterwerk der Puppenspielkunst!
Was ist ein "Theatrum Mundi"?
Dies ist ein mechanisches Theater, mit dem früher Schauspieler von Ort zu Ort reisten und die Menschen unterhielten. Solche Theater ersetzten damals Zeitungen, Radio, Fernsehen und Internet - denn auch Aktuelles aus der weiten Welt und geschichtliche Vorgänge wurden gezeigt. Mit der Unterstützung vieler Helfer und Ratgeber hat der Dresdner Künstler Dirk Neumann ein solches traditionelles mechanisches Theater rekonstruiert. Die Spieler fungieren als Erzähler der Geschichte und „schicken“ die Figuren von jeweils ihrer Seite los. Mit Einsetzen der Figuren aufs Band fangen diese sofort Ihre speziellen Bewegungen an: Kamele traben
mit wackelnden Kopf über die Bühne, Schäfer „treiben“ ihre Schafe, Menschen winken sich zu, schleppen Taschen, Säcke usw. Die stetigen Bewegungen der einzelnen Figuren beim Passieren der Bühne können durch schnelleres Drehen der Kurbel variiert und gesteigert werden und die „Verfassung“ der „kleinen Menschen“ ausdrücken. So verwandelt sich z.B. bedächtiges Heben und Senken des Kopfes in eifriges Nicken. Einfaches Prinzip - dennoch verblüffend und amüsant. Verschiedene Kulissenteile mit Klappvorrichtungen, Schiebemöglichkeiten und mit allerlei beweglichen Teilen (Gestaltung: Edgar Lange, Dresden) erschaffen einen Mikrokosmos, eine „Welt im Kleinen“, die unsere Welt reflektiert und die Geschichte ins Heute transportiert. Dieses rekonstruierte, technisch weiterentwickelte Theatrum Mundi ist das einzige derzeit bespielte seiner Art. Neben der Rekonstruktion der Bühne entstanden für die Erstproduktion „Die Weihnachtsgeschichte“ über 200 Figuren, kunsthandwerklich hergestellt vom Dresdner Maler und Bildhauer Alexander Loos. Die Figuren sind auf Fernwirkung optimiert, so dass auch in mittelgroßen Sälen gespielt werden kann (bei guter Raumaufteilung/Akustik max. 400 Plätze, ansonsten bis zu 200 Plätze). Regie: Dirk Neumann (Hoftheater Dresden) / Spiel: Dirk Neumann, Robby Langer, Sabine Köhler.
Für einen ersten, kurzen Eindruck schauen Sie sich das Video auf dieser Seite an - gerne senden wir Ihnen eine Demo-DVD zu.
Es gibt zwei Vorstellungsvarianten:
- 65 Minuten ohne Pause für Familien (Kinder ab 8 Jahre) sowie Erwachsene nachmittags/abends
- 50 + 30 Minuten mit Pause für Schulklassen (Kinder ab 8 Jahre) vormittags
Es können max. drei Vorstellungen am Tag aufgeführt werden.
Voraussetzungen:
Um eine Aufführung mit dem Theatrum Mundi bei Ihnen zu realisieren, müssen einige Voraussetzungen vorliegen:
- Die Maße der Theatrum Mundi–Maschine: 4m breit / 3m oder 2,40m hoch / 1m tief. Daraus ergeben sich Bühnenmindestmaße wie folgt: 7 - 8 m breit / 4,5 m tief / 3,5 m hoch (gerne größer). Für eine gute Sicht aller Gäste auf das Geschehen im Mikrokosmos des Theatrum Mundi sollte dieses
möglichst ebenerdig stehen. Bei Einsatz auf erhöhten Bühnen ist es evtl. notwendig, die ersten drei Sitzreihen nicht zu besetzen. Dies hängt natürlich auch vom Abstand der ersten Sitzreihen von der Bühne ab und - ggf. - in welchem Maße die Reihen ansteigen. Sie kennen Ihre Räumlichkeiten am besten, daher obliegt Ihnen die Entscheidung.
- Technik: Es wird ein Kraftstromanschluss 16A benötigt. Bei größeren Sälen ist ggf. leichte Tonverstärkung mit Knopfmikro oder Headset nötig. Beleuchtung: Eigene Anlage, ggf. Grundbeleuchtung für Proszenium. Möglichst schwarze Aushängung der Bühne.
- Aufbau: 4 Std., Abbau 2 Std.
- Zur Ent- und Beladung wird eine Zufahrt- und Parkmöglichkeit für 2 Kfz plus 1 Anhänger unmittelbar zum/beim Bühneneingang benötigt.
- Sicherheit: Die Theatrum Mundi - Maschine inkl. der Kulissenteile und die über 200 Figuren sind sehr empfindlich gegen Vandalismus, Feuchtigkeit und Frost und als originäre Stücke so kaum wiederherstellbar. Sie sollte daher über Nacht nur in öffentlich nicht zugänglichen (abgeschlossenen) Räumen stehen bleiben. Falls sie über Nacht in Kfz und Anhänger verladen stehen bleiben, sollte dies in einer Hotelgarage/einer Garage oder zumindest auf einem beleuchteten Hotelparkplatz sein.
- Bedingungen, unter denen eine Aufführung nicht gelingen kann: Offene Bühne outdoor, Laufpublikum, Kälte + Feuchtigkeit, Beschallung durch benachbarte Aktivitäten (Festivals, Mehrfeld-Turnhallen, Schulforen, akustische Pausenzeichen in Schulen u.a.). - haben Sie diesbezüglich Sorgenfalten auf der Stirn, sollten wir einfach mal darüber reden, bisher konnte in den meisten Fällen eine Lösung gefunden werden.
Die Gage richtet sich nach der Anzahl der Aufführungen und der Entfernung, bitte per eMail unter Angabe des Veranstaltungsortes, Anzahl und zeitliche Lage der Aufführungen anfragen. Die Theatrum Mundi - Weihnachtsgeschichte wird jährlich ab Ende November bis ca. 22.Dezember aufgeführt. Kontakt: Dirk Neumann,
Theatrum_Mundi@t-online.de
Presse:
Garching 2009: Das Hoftheater Dresden gastierte mit „Die Theatrum-Mundi-Weihnachtsgeschichte" im Römerhoftheater. Die drei zugewanderten Sachsen kamen mit
einem mechanisch betriebenen „Kasperltheater" und mechanischen 185 Figuren. Solche Maschinen gab es schon vor rund 200 Jahren und seinerzeit waren sie Abfallprodukte der mechanischen Industrie. Das kreative Theater von Rolf Hoppe hat die Maschine und alle Figuren von Hand gefertigt. 50 Personen arbeiteten drei Jahre lang für dieses außergewöhnliche Schauspiel. Die Handlung der Weihnachtsgeschichte bekam mit viel Witz ein völlig neues Gesicht. So sprachen die Heiligen drei Könige zum Beispiel arabisch, was dann aber doch ins Deutsche übersetzt wurde. Zu dem Witz vieler Situationen kam ein
sensationelles Ambiente, das die Geschichte von einer Sekunde auf die andere wieder ernst werden ließ. Immer wieder begannen sich klassische Bilder der Weihnachtsgeschichte lebendig zu bewegen. Nur beim Schlussbild herrschte Stillstand auf der Bühne und die Garchinger wurden verabschiedet mit der klassischen Anordnung alter Weihnachtskrippen. Die drei Theaterspieler zogen ein Spektakel auf, bei dem für den Besucher gefühlte 30 bis 50 Menschen am Werk waren. Das Trio zeigte vielfältige Talente vom Bühnenbauer über den Mechaniktechniker, den Kabarettisten, Instrumentspieler bis hin zu genialen Sängern. Deshalb bekam das Theatrum Mundi nach dem Auftritt so viel Applaus wie selten zuvor die Gäste im Rahmen des Kulturbonbons. Und spätestens jetzt wusste der eine oder andere anfangs zweifelnd schauende Gast, warum er ein Puppentheater ansehen sollte.
nb / Münchner Merkur LK Nord 03.12.2009


